ERNST GÖHNER STIFTUNG

Die Seewarte ist Teil der Ernst Göhner Stiftung. Ihre Erträge fliessen in die Stiftung. Diese finanziert damit ihre gemeinnützige Tätigkeit. Auch da ist der Nachhaltigkeitsgedanke spürbar: Die Stiftung soll langfristig wirken können.

Die Ernst Göhner Stiftung ist von unternehmerischem und sozialem Charakter geprägt. Die Stiftung ist ein Geschenk von Ernst Göhner an die Nachwelt. Ihr Vermögen besteht aus Unternehmensbeteiligungen und Immobilienbesitz.

 
Göhnerbau mit Fertigelementen, Volketswil, 1966 _edited.png
 
EG Foto gross1.jpg

«Auch die leisen Dinge bewegen die Welt.»

 

Ernst Göhner

(1900 bis 1971)

Ernst Göhner (1900 bis 1971) hat ein vielfältiges Erbe hinterlassen. Dieses ist heute gebündelt in der Ernst Göhner Stiftung (EGS) und ihrer Beteiligungen. Gegründet hat er die EGS im Jahr 1957 noch zu Lebzeiten – sie ist eine der älteren Schweizer Stiftungen. 

Ernst Göhner selber hat früh Verantwortung übernommen. Nach dem Tod des Vaters übernahm er im Alter von 20 Jahren als zweitjüngstes von sechs Kindern den im Jahr 1890 gegründeten väterlichen Schreinerei- und Glasereibetrieb im Zürcher Seefeld-Quartier. Es war der Anfang einer Erfolgsgeschichte. Ernst Göhner entwickelte sich vom Handwerker zum Generalunternehmer. 

Mit Schaffenskraft und Innovationsfreude entwickelte sich Ernst Göhner zu einem der Schweizer Wirtschaftspioniere des 20. Jahrhunderts. Im Ausland aufgekommene Entwicklungen adaptierte er an lokale Verhältnisse und verlieh dem Baugewerbe wichtige Impulse: Rationalisierungen und eine optimierte Organisation. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Ernst Göhner zusammen mit dem Architekten Gottfried Schindler das als «SGS» (Schindler-Göhner-System) bekannt gewordene Elementbausystem, bei dem bereits vorfabrizierte Bauteile auf der Baustelle zusammengesetzt wurden. Dieses Vorgehen wirkte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren entspannend auf den überhitzten Wohnungsmarkt aus. Der Anteil der von der Ernst Göhner AG erstellten Liegenschaften belief sich in den besten Zeiten auf rund einen Sechstel der gesamten Bautätigkeit in der Schweiz.

Mit seinen Unternehmungen schuf Ernst Göhner tausende von Arbeitsplätzen und er gründete bereits zu Beginn der 1940er-Jahre verschiedene Fürsorgestiftungen für seine Mitarbeitenden. Daneben unterstützte er junge Kunstschaffende und Berufsleute, bedürftige Personen und gemeinnützige Institutionen. Ernst Göhner starb 1971 ohne direkte Nachkommen. Sein Vermögen vermachte er zum Teil bereits zu Lebzeiten der Ernst Göhner Stiftung. Sein unternehmerisches Lebenswerk, die Göhner-Gruppe, verkaufte er kurz vor seinem Tod an die Elektrowatt AG.

 

STIFTUNGSZWECK

WIRTSCHAFT

Als Unternehmensstiftung ist die Ernst Göhner Stiftung selber bzw. über die EGS Beteiligungen AG an verschiedenen anderen Gesellschaften sowie über die Seewarte Holding AG an Immobilien, hauptsächlich im Wirtschaftsraum Zürich, beteiligt.

PHILANTHROPIE

Als gemeinnützige Förderstiftung engagiert sich die Ernst Göhner Stiftung in den Bereichen Bildung und Wissenschaft, Kultur, Umwelt sowie Soziales. Das jährliche Fördervolumen liegt bei rund 40 Millionen Franken, die sich auf etwa 1'500 Projekte verteilen.

FAMILIE

Als Familienstiftung unterstützt die Ernst Göhner Stiftung innerhalb des vorgesehenen gesetzlichen Rahmens die Familiendestinatäre, basierend auf einem Lebenszyklusmodell, in definierten Bedarfssituationen.

SEEWARTE

Der Name des Unternehmens geht auf die von Ernst Göhner 1959 in die Stiftung eingebrachte Immobiliengesellschaft Seewarte zurück. Die zwei damaligen Zürcher Liegenschaften gehören heute noch zum Portfolio der Seewarte – eine im Seefeld an der Dufourstrasse, die zweite in der Zürcher Innenstadt an der Nüschelerstrasse. An der Dufourstrasse befindet sich auch der Sitz der Geschäftsstelle.